„Die Grenzen meiner Sprache bedeuten die Grenzen meiner Welt“ (Ludwig Wittgenstein)

 

Angesichts sich immer schneller verändernder gesellschaftlicher und kultureller Bedingungen wird zunehmend die Frage laut, welcher Sinn und Zweck dem Deutschunterricht im Kontext von Schule zukomme.

Soll der Deutschunterricht primär Wegbereiter für andere Fächer sein, indem er die sprachliche Kompetenz der Schüler erweitert und vertieft, das Urteilsvermögen eines jeden einzelnen ausbildet und die Analyse von Sachtexten einübt? Oder ist der Deutschunterricht primär Literaturunterricht, in dem es um die Ausbildung ästhetischer Sensibilität geht?

In dem Kerncurriculum für das Fach Deutsch stehen unter anderem diese aber auch noch viele weitere Kompetenzen gleichrangig nebeneinander und doch ist es so, dass es etwas gibt, was gewissermaßen die Essenz des Faches ausmacht und das mit dem folgenden Zitat aus dem Jugendroman Die unendliche Geschichte von Michael Ende umschrieben werden kann: „Sie [Die Kinder] waren sehend geworden […]. Darum konnten sie nun auch ihre eigene Welt und ihre Mitmenschen mit anderen Augen sehen. Wo sie vorher nur Alltäglichkeit gefunden hatten, entdeckten sie plötzlich Wunder und Geheimnisse.“ (DUG, S.189)

Deutschunterricht schult nicht nur die Wahrnehmung im Bereich des unmittelbar Erfahrbaren, sondern eröffnet ganz neue Erfahrungsbereiche, die zu einem vielfältigen und mehrdimensionalen Selbst- und Weltverständnis führen. Übersetzt auf die Unterrichtswirklichkeit heißt das, dass wir, die Deutschlehrerinnen und -lehrer am Freiherr-vom-Stein-Gymnasium, das Ziel verfolgen, Schülerinnen und Schüler für den besonderen Charakter von Literatur und Sprache zu sensibilisieren, um ihnen die Wahrnehmung mehrdimensionaler Wirklichkeiten zu eröffnen. Dies kann geschehen im Rahmen kreativer Schreibprozesse, während der Besprechung einer spannenden Lektüre, beim Besuch eines Theaterstücks, im Gespräch mit einem zeitgenössischen Autor, im Sprachunterricht oder auf einem literarischen Spaziergang. Dabei soll auch das Sicheinlassen auf das Andere und Besondere im Vordergrund stehen, was einerseits Phantasie und Kreativität, andererseits aber auch einen soliden Arbeitseifer voraussetzt. Dann mag es uns wie einst der Spätromantiker E.T.A Hoffmann formulierte, gelingen, uns zu „poetischen Höhen“ aufzuschwingen.

 

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