Freiherr-vom-Stein-Gymnasium

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Wegweisende ArchitekturLehrer Peter Gehrmann hat Buch über das Freiherr-vom-Stein-Gymnasium geschrieben

„Das Freiherr-vom-Stein-Gymnasium leuchtet“ ist der Titel eines druckfrischen Buches. Es stammt aus der Feder von Lehrer Peter Gehrmann. In dem Werk beleuchtet der Pädagoge den Altbau der Schule und würdigt ihn als Teil des kulturellen Gedächtnisses von Lünen.

Es gibt schon viele Publikationen über das Freiherr-vom-Stein-Gymnasium. Warum nun eine weitere?

Es ist noch nicht alles gesagt, erläutert Peter Gehrmann. Er hat aus unterschiedlichen Quellen, darunter auch das Lüner Stadtarchiv, viele Informationen zusammengetragen.

Neben der Schul- und Baugeschichte dokumentiert das Buch auch ein Stück Stadtentwicklung. Ein weiterer Aspekt: Peter Gehrmann wollte aus der Zeitgeschichte verstehen, wie eine Stadt dazu kommt, ein solches Gebäude zu bauen.

Wie war es damals in den Anfängen?

1909 gab es in Lünen ein Progymnasium an der Ecke Holtgrevenstraße/Kantstraße mit einer Sekundarstufe I. Wer Abitur machen wollte, musste nach Dortmund. Bürgermeister Ernst Becker wollte das ändern. Lüner Jugendliche sollten in Lünen Abitur machen können. Ein Realgymnasium wurde 1918 beantragt. 1920 gab es die Genehmigung. Allerdings sollte die Stadt den Erweiterungsbau ohne Zuschüsse stemmen.

Wie konnte der Bau gelingen?

Peter Gehrmann nennt es „ein Wunder, das Gebäude unter den wirtschaftlichen Bedingungen zu bauen“. Letztlich wurde aus dem Erweiterungsbau ein kompletter Neubau, den der Architekt Karl Schulze entwarf. Von ihm stammt in Lünen auch die Viktoriasiedlung. „Der Architekt wird zu wenig gewürdigt“, sagt Peter Gehrmann. Dass Schulzes wegweisende Architektur in Gehrmanns Buch dokumentiert wird, hält Horst Müller-Baß, Erster Beigeordneter der Stadt Lünen, für „eine unglaubliche Bereicherung“. Es sei interessant, dass nicht nur das Gebäude in der vergleichenden Bauarchitektur geschildert werde, sondern auch die Besonderheiten der Lichtarchitektur und der gelben Fliesen, lobt Müller-Baß.

Was hat es mit der Architektur auf sich?

Der Grundriss ist Z-förmig. Das war damals ein neuer, reformpädagogischer Ansatz. Im Nordflügel waren naturwissenschaftliche Räume und ganz oben der Kunstraum geplant. Der Mittelflügel war als Klassentrakt geplant und im Südflügel waren unten Turnhalle und oben Aula geplant. Damals war schon daran gedacht, dass Schüler im Unterricht experimentieren sollten.

Die gelben Fliesen im Foyer sind ein prägendes Element. Sie sorgen immer wieder für Diskussionen. Was hat es damit auf sich?

Peter Gehrmann erklärt, dass die Fliesen Expressionismus bedeuten. Sie sind die Komplementärfarbe zu den blau-violetten Backsteinen. Außerdem ermöglicht die Oberfläche Spiegelungen.

Damals hatten die Klassentrakte auf jeder Ebene einen Trinkbrunnen. Sie sind in den 70er-Jahren entfernt worden. Die Trinkbrunnen waren auch Ausdruck der Reform-Pädagogik: Jeder Schüler sollte ungehindert Zugang zu Trinkwasser haben.

Wie ist das Buch erhältlich?

Es ist im Rathaus beim Service-Point zu haben und im Sekretariat des Stein-Gymnasiums an der Friedenstraße. Das Buch hat 128 Seiten und ist in einer Auflage von 750 Exemplaren im Selbstverlag erschienen.

„Das Freiherr-vom-Stein-Gymnasium leuchtet“.

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